Mangelnde Finanzkraft nach wie vor Hauptgrund für fehlende Bildung

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Bild: © Gerhard Seybert - Fotolia.com

Die Frage, ob und inwiefern Kinder aus sozial schwachen Familien gesellschaftlich benachteiligt sind, wurde in den letzten Jahren immer wieder kontrovers diskutiert. Dabei kamen viele unabhängige Experten zu dem Schluss, dass mangelnde finanzielle Ressourcen nach wie vor der Hauptgrund für mangelnde gesellschaftliche Teilhabe sind. Bildung kostet Geld. Dies fängt beim Nachhilfeunterricht für Schüler an und hört beim Hochschulstudium noch lange nicht auf.

Das Bildungspaket der Bundesregierung

Seit einigen Monaten haben alle Empfänger von Hartz IV-Leistungen oder von Wohn- und Sozialgeld die Möglichkeit, finanzielle Zuwendungen für ihre Kinder aus dem Bildungspaket der Bundesregierung zu erhalten. Dadurch soll die Teilnahme der Kinder an außerschulischen Aktivitäten gefördert werden. Mit dem Geld könnten zum Beispiel die Mitgliedsbeiträge für Sportvereine oder Musikstunden finanziert werden. Darüber hinaus besteht für besonders leistungsschwache Kinder die Möglichkeit, Nachhilfestunden bezahlt zu bekommen. Hierfür sind allerdings entsprechende Nachweise erforderlich. Pro Schuljahr gibt es außerdem 100 Euro für Schulbücher und sonstigen Schulbedarf.

Es ist allerdings festzustellen, dass die Resonanz der betroffenen Familien auf das Bildungspaket bisher nur ausgesprochen gering ausfällt. Hier stellt sich dann die Frage nach den Ursachen. Ist es mangelndes Interesse oder gibt es andere Gründe? Generell bleibt es abzuwarten, ob das Bildungspaket wirklich dazu beitragen kann, sozial schwache Kinder aus der Armut herauszuführen und ihnen einen späteren gesellschaftlichen Aufstieg zu ermöglichen.

Finanzielle Situation der Studenten

Aktuelle Statistiken zeigen immer wieder, dass es vor allem finanzielle Probleme sind, die Kinder aus sozial schwachen Familien dazu bewegen, ein einmal begonnenes Studium doch wieder aufzugeben.
Die Notwendigkeit, für eine spätere berufliche Karriere jahrelange finanzielle Einschränkungen in Kauf zu nehmen, überfordert viele Studenten und lässt sie nach Alternativen suchen. Hinzu kommt, dass ein abgeschlossenes Hochschulstudium heute keineswegs mehr die Garantie für einen sicheren und hoch bezahlten Arbeitsplatz bietet.

Trotzdem lohnt sich ein Studium in den meisten Fällen. So gehen viele Entwicklungen der letzten Jahre, die hier Kompromisslösungen anbieten, in die richtige Richtung. Einerseits müssen die finanziellen Förderungsmöglichkeiten für ein Direktstudium erweitert, andererseits aber auch die Chancen verbessert werden, eine berufliche Tätigkeit mit einem Studium zu vereinbaren. Viele Unis haben inzwischen die Möglichkeit geschaffen, Bachelor- und Master-Studiengänge in Teilzeit zu absolvieren. Durch diese Teilzeitstudiengänge können auch berufstätige Personen ein Studium absolvieren, denen ein Vollzeitstudium aus zeitlichen oder finanziellen Gründen nicht möglich wäre.

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