Deutliche Verbesserungen im deutschen Schulsystem nötig

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Im Laufe der letzten Jahre gab es zahlreiche Diskussionen darüber, ob das dreigliedrige Schulsystem in Deutschland wirklich die optimale Lösung ist oder ob es bessere Alternativen gibt. Besonders oft wird die Tatsache kritisiert, dass die Auslese für die Hauptschule, die Realschule und das Gymnasium viel zu früh beginne und dass die Schüler dabei einem enormen Leistungsdruck ausgesetzt sind, der sie oftmals auch überfordert.

Abiturienten sind die Gewinner

Wer es ins Gymnasium und später zum Abitur schafft, steht dabei eindeutig auf der Gewinnerseite, wer aber die Hauptschule besucht, gilt als klarer Verlierer. Aus diesem Grunde denken viele Politiker und Bildungsexperten darüber nach, die Hauptschule ganz abzuschaffen oder zumindest mit der Realschule zusammenzuführen. Hiervon versprechen sie sich bessere Chancen für die einzelnen Kinder. Dazu gehört es auch, dass sie später einen Ausbildungsplatz finden und möglichst nicht auf Hartz IV angewiesen sind.

Einheitsschule und jahrgangsübergreifendes Lernen

Sowohl die Einheitsschule, die auch unter dem Namen Gesamtschule bekannt ist, als auch das jahrgangsübergreifende Lernen werden immer wieder als Alternativen zum dreigliedrigen Schulsystem ins Gespräch gebracht. Beide Schulformen sind nicht neu, konnten sich jedoch noch nicht flächendeckend in ganz Deutschland durchsetzen. Die Befürworter der Einheitsschule und des jahrgangsübergreifenden Lernens argumentieren dabei, dass die Kinder länger zusammen lernen und dass so keine vorzeitige Auslese in gute und schlechte Schüler stattfindet. Außerdem seien diese alternativen Schulformen gut geeignet, um soziale Kompetenzen zu fördern.

Dies trifft ganz besonders auf das jahrgangsübergreifende Lernen zu. Hier werden die Kinder in Gruppen zusammengefasst. Die älteren Schüler haben dabei gleichzeitig Gelegenheit, ihr bereits erworbenes Wissen an die jüngeren Schüler weiterzugeben. Dadurch, dass sie den jüngeren Schülern verschiedene Sachverhalte genau erklären, vertiefen sie zugleich ihr eigenes Wissen. Positiv wird auch die Tatsache gesehen, dass die jahrgangsübergreifende Schule vollkommen auf das Sitzenbleiben verzichtet.

Grundsätzlich wird es in nächster Zeit noch viel Diskussionsbedarf geben müssen, wie das Schulsystem in Deutschland künftig aussehen soll und wie es am besten dazu beitragen kann, den Schülern ideale Startbedingungen ins Berufsleben zu ermöglichen.

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